10/10/2014

Urbanes Radfahren: WILLKOMMEN IM GLASSCHERBENVIERTEL

Unbenanntes Dokument

 

 
Oktober 10- 2014 (erster Entwurf)

WILLKOMMEN IM GLASSCHERBENVIERTEL


Als Radfahrer  (sicher nicht nur!) in der bayerischen Landeshauptstadt München rollt man  immer häufiger - natürlich unfreiwillig" über ein Phänomen, welches hauptsächlich der ( mit wachsender Weltbevölkerung) ständig zunehmende Autoverkehr mit sich bringt, wozu aber gelegentlich auch die beitragen,  die noch spät nachts  mit einem sogenannten " Fußpils" unterwegs sind (eine neue Wortschöpfung für das immer beliebtere "Bierchen unterwegs", welche man sich rund um die Uhr ausgerechnet bei Tankstellen kaufen kann und dann entweder in der Manteltasche mit sich führt- oder aber- solange man das noch kann- einfach  in der Hand hält...).
Ginge da nicht auch Dosenbier? Nein!  der Münchner "Fußpilstrinker" trinkt  bekanntlich fast ausschließlich nur das (noch weitgehend nach alter Art hergestellte ) Augustiner. Für ein Augustiner geht man- wenn nötig- auch meilenweit bis zur nächsten Tanke. Das wissen die Tankstellenpächter nur zu genau und machen eben gerne ihren Reibach damit . Und das Augustiner gibt es nicht in der Dose ........


die Überschrift sagt es ja schon;

es handelt sich um

GLASSSCHERBEN AUF DEM FAHRRADWEG.


was ein metallverstärkter  Autoreifen gut ab kann, bedeutet für den Fahrradschlauch leicht das Ende...

Als- seit Juni des Jahres- stolzer  Besitzer einer alten Hercules Saxonette hatte ich das Unvergnügen, bzw. Ungemach,  innerhalb nur einer Woche zweimal über kleine Glassplitter gefahren zu sein, die sich aufgrund des Eigengewichtes der Saxonette ( mit dem Zweitaktmotor wiegt sie alleine ca 40 kg) besonders gut durch den Mantel und Schlauch selbst einer Schwalbe Bereifung  dringen, wenn man sie nicht rechtzeitig bemerkt und darüber fährt...

Als erstes erwischte es den Vorderreifen, den ich gerade mit einem neuen Schlauch  und Mantel ( zusammen ca 35 Euro)  versehen hatte.
das Loch war so groß; dass ich gleich wieder  einen neuen Schlauch kaufen musste...

Kaum war alles wieder repariert, passierte dasselbe auch noch beim Hinterreifen: Das heißt dann:  Alles komplett mit Motor abmontieren ( was zum Glück recht einfach ist aber auch Kraft und Geschick erfordert beim wieder rauf monitieren... ein normales Fahrradhinterrad ist da einfacher...)

Schuld daran war eine Stelle an der Kreuzung Ingolstädte Straße/ Frankfurter Ring ( vor Mercedes Niederlasung) wo " man" ( der gemeine Autofahrer) nach einem der - auf dieser äußerst stark befahrenen "Stop and Go" Straße mit ihren täglichen Rush hours Staus immer häufigeren- "Drängelunfälle", die Scherben eines Frontscheinwerfers zwar nicht direkt auf der heiligen Fahrbahn hinterließ,,  sondern  einfach auf den Radfahrweg kehrte, bzw dort entsorgte...



Was würden ( diese) Autofahrer wohl sagen, würde ich als Bewohner dieser Straße die Scherben z. B. eines gebrochenen Trinkglases auf der den Autofahrern heiligen Rennstrecke  entsorgen???

hier die Nahaufnahme eines der größeren Glassplitter,  welche dort über ca 6- 8  qm verteilt sind/ bzw. waren ( bis ich sie dann schließlich selbst aufkehrte) :





Dabei hätte ich gewarnt sein müssen, kam mir doch wenige Tage zuvor ein Rikschafahrer entgegen. Allerdings nicht auf dem Rad, sondern per pedes, denn er hatte sich an vermutlich ( es gab zu diesem Zeitpunk tauf der Ingolstädter Straßestraße nur diese eine Stelle mit Scherben auf dem Radweg ) derselben Stelle einen Platten geholt und musste dann die ca 4 km zum Marienplatz zurückschieben, was sicher auch einen Verdienstausfall mit sich bringt...

wie auch immer: lange Rede kurzer Sinn:

Ich rief als mal bei der Verkehrspolizei an . weil ich wissen wollte wer für die Entsorgung dieser Glasscherben zuständig sei, wenn nicht die Unfallbeteiligten . Dort fühlte man sich zuerst angegriffen, ist es doch meist die Polizei welche nach Unfällen die Scherben zusammenkehrt. Und das weil es ja oft Verletzte gibt die dazu dann ja gar nicht in der Lage wären..
Dass solche großen Splitter nach einem Unfall liegenbleiben ist aber nicht die Regel.

Deshalb kamen die Freunde und Helfer zum Schluss, man müsste  in diesem Falle  eher von einem der zahlreichen Bagatellunfälle ausgehen, bei denen die Unfallbeteiligten die Polizei gar nicht erst hinzuziehen ( z. B. wegen der Punkte in Flensburg) und die "Angelegenheit" unter sich bzw. über die Versicherungen regeln...

In solche einem Falle- so die Polizei.- sei die Stadtreinigung zuständig, diesen Radweg entsprechend zu kehren.
Man versprach aber sich die Stelle anzusehen...

Wie auch immer. eine Woche später kam ich mit meiner Saxonette wieder bei der Stelle vorbei, stieg gleich mal vorsichtshalber vorher ab und tatsächlich: die Scherben lagen alle noch genauso da wie eine Woche zuvor. Wenn sich die Polizei die Stelle auch angesehen haben mag:, so heißt das also wohl nicht zugleich,  dass dann auch sofort  danach  die Stadtreinigung antanzt und alles weg kehrt.(? ....)

Derweilen fahren da hunderte anderer Radfahrer darüber und dürfen danach den ganzen Weg in die Arbeit oder zurück nach Hause schieben mit allen Konsequenzen, die entstehen können kommt man zu spät zur Arbeit kommt usw.-.
Der Autofahrer ließe danach sein KFZ wohl aber auf der Straße liegen, hat er/ sie nicht  einen einsatzbereiten Ersatzreifen im Kofferraum: )

Würde da nicht auch noch eine Kehrichtschaufel samt Handbesen reinpassen???).
Dazu müsste man den Autofahrer aber erst gesetzlich verpflichten grundsätzlich selbst für die Beseitigung  solcher Scherben zu sorgen und ggf. für die Folgen aufzukommen-
(NATÜRLICH NUR  sollte er/ sie  nach einem Unfall dazu in der Lüge sein.
( was nur die Polizei feststellen kann, die aber wenn  dann NUR dann anstelle des  der Unfallbeteiligten  tätig werden sollte, bzw. dies feststellen müsste...)

Anderseits - um ggf auch Schadenersatzansprüche  geltend machen zu können- müssten aber auch die Versicherungen verpflichtet werden, all diese unter den Beteiligten selbst geregelten Unfälle der Polizei zu melden. Es ist ja auch nicht einzusehen, bzw. fördert- wie man unschwer sieht- nicht gerade den bei manchen Verkehrsteilnehmern notwendigen Lern- und Erziehungsprozess, wenn der Verkehrsteilnehmer der/ die die Polizei zu seinem / ihrem Unfall  hinzuzieht( bzw.  z. B. wegen Personenschadens muss) ggf.  mit einer Strafe wegen Verkehrsverstößen rechnen muss, diejendigen, die ihre Unfälle  ohne Polizei  regeln,  aber nicht...



Für diesen Fall hatte ich schon mal Besen und Schaufel in meine Satteltasche gepackt und nun einfach die gesamten ca 5 qm auf denen die Splitter verteilt waren . eben eigenhändig abgekehrt.




Hier gleich noch das Bild von  eine andere Stelle an der ich an diesem Tag (fast) über Glascherben fuhr: ( auch diese für  KFZ-Sicherheitsglas  typischen kleinen Bruchstücke stammen eindeutig von einem Autounfall.. Nur wenige wissen,  wie scharfkantig dieses Glassplitter sind)):



Scherben ( in -. wie es die bisherige Statistik zeigt- - 90% der Fälle von Autofahrern hinterlassen eher selten auch von Fußpilstrinkern)  auf den Fahrradwegen muss man als Radfahrer wohl  notgedrungen SELBST wegkehren , um den täglichen Platten zu vermeiden!
Das wollte ich von jetzt an zwar grundsätzlich auch so  machen.

Gestern aber- am 10. October 2014 - meine erste Ausfahrt seither- hatte ich einen Termin und keine Zeit dafür. Daher nur Bilder von den schlimmsten STelle  , wo ich unterwegs plötzlich und unerwartet ( beinahe) auf Glasscherben auf dem Fahrradweg traf.

Also nochmals:


WILLKOMMEN IM GLASSCHERBENVIERTEL:


October 10- 2014:
1 Bild:: zerbrochene  Bierflasche/ Frankfurter Ring- München 

( die Scherben hat bereits jemand auf den Gehweg geschoben) es ist alleine die dritte zerbrochene Bierflasche die ich bei meinen zur zeit eher seltenen Ausfahrten in der Gegend Milbertshofen auf dem Fahrradweg vorfand( aber bisher nicht fotographierte"

( einfach auf Bilder klicken um sie vergrößert zu sehen)


Oktober 10- 2010 andere Stelle:
 Überreste eines Autounfalles ( genug, um sich zwei Platten hinten und vorne zu holen)



Ich fuhr an diesem Tag beinahe noch über  3 weitere und wesentlich "krassere" Stellen, hatte aber dann gestern keine Zeit mehr , jedes Mal  stehe zu bleiben, abzusteigen um das Ganze dann zu fotographieren oder gar zu beseitigen...

- Ich werde diese Dokumentation aber fortsetzen. die Fotokamera ist künftig  immer dabei....


 
   
   
   
 

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